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Bewimperter Mannsschild

(Androsace chamaejasme)

VI — VII Home steinige Rasen, Gesteinsfluren
1 — 7 cm indigen LC
Androsace chamaejasme
Synonyme: Androsace acutifolia, Androsace villosa, Primula chamaejasme. Chamaephyt, sa-alp. Die Pflanze hat auch vegetative Rosetten, die Rosettenblätter sind ungestielt. Die Blüten stehen in Dolden auf einem langen Schaft. Vom Stängel und den Blütenstielen stehen 2 mm lange Haare ab. Die Kronblätter sind weiß. Die Rosettenblätter besitzen nur an den Rändern etwa 1mm lange, abstehende Haare und sind sonst fast kahl. Die untersten Blätter der Rosette stehen waagrecht ab. Die Pflanze steht unter Naturschutz (Lit). Die in den Nördlichen Kalkalpen häufige, sonst zerstreut bis seltene Art kommt nur im alpinen Naturraum der entsprechenden Bundesländer vor (Lit). Weltweite Verbreitung und Gefährdung siehe Royal Botanic Gardens KEW.
 
Androsace chamaejasme
mit vegetativen Rosetten
 
Androsace chamaejasme
Vom Stängel und den Blütenstielen stehen 2 mm lange Haare ab.
 
Androsace chamaejasme
 
 
Androsace chamaejasme
Die Rosettenblätter besitzen nur an den Rändern etwa 1mm lange, abstehende Haare und sind sonst fast kahl. Aufnahmen: 07.06.2012 Schafberg

Wikipedia

Aus der Flora von Oberösterreich 1883

"923. A. Chamaejasme Host. (A. villosa Kramer non L . Haariger M.)
Wurzel spindelig - faserig, braune, stengelartige Stämmchen treibend. Stämmchen an der Spitze je eine flach ausgebreitete Blätterrosette tragend. Rosetten zusammen einen dichten polsterigen Rasen bildend. Blätter lanzettlich oder elliptisch, nach der Basis zu schmäler, ganzrandig, am Rande so wie Stengel, Hülle, Blüthenstiele und Kelche von langen, einfachen, gegliederten Haaren dünnzottig. Stengel 1 —4" hoch, aufrecht, stärker als an der vorigen Art. Hüllblätter der Dolde lanzettlich oder lineal-lanzettlich, so lang oder kürzer als die 1—3''' langen Blüthenstiele. Dolde 2 — 8 blüthig. Kronen 3—4''' im Durchmesser, weiss oder blass-rosenroth mit gelbem Schlunde, röthlichwelkend. Unterscheidet sich von der bei uns nicht vorkommenden, sehr ähnlichen A. obtusifolia All. durch zottige Behaarung, da letztere nur mit kurzem Flaume bestreut ist.
Mai — Juli


Auf Felsen und im Gerölle der Kalkalpen. Am grossen Priel, an der Klinserscharte und am Kirchtag im Innerstoder (Langeder). Am Dachsteingebirge (Kerner), am Schafberge (Hinterhuber)."

Aus: Duftschmid, J.: Die Flora von Oberösterreich, III. Band (Seite 209), Linz 1883, Verlag Ebenhöchsche Buchhandlung.
Zum Ortsverzeichnis einiger bei Duftschmid angegebenen Standorte

 

 Letzte Bearbeitung 12.02.2026

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